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Herzlich Willkommen beim DaZ-Netzwerk!

Integrator des Monats!

Aktuelles:

DaZ-Netzwerk ist Integrator des Monats März 2011!

Ausgelobt wird die Auszeichnung vom MIGAZIN - Online-Magazin für Migration in Germany

Zum Integrationsverweigerer des Monats ist übrigens Innenminister Friedrich gekürt worden!

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und noch ein Erfolg, der unserer Netzwerk-Arbeit zu verdanken ist:

Mit einstimmigem Beschluss appelliert die Integrationsministerkonferenz an die Bundesregierung, die Entlohnung der Lehrkräfte in Integrationskursen zu verbessern!

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Über das DaZ-Netzwerk:

Am 17.04.2010 haben sich in Moers ca. 70 Lehrkräfte für Deutsch als Zweitsprache getroffen, um gegen die schlechte Bezahlung zu protestieren. Auf diesem Treffen wurde eine Resolution verabschiedet, in der unsere Forderungen deutlich gemacht werden.

In NRW sind mindestens 250 größere und kleinere anerkannte Sprachkursträger aktiv, die in Zusammenarbeit mit dem BAMF Integrationskurse anbieten. Dazu kommen noch die zahlreichen Sprachkurse für Deutsch als Fremdsprache, die von der ARGE und vom ESF (Europäischer Sozialfonds) finanziert sind.

Diese Kurse werden zum größten Teil von uns Honorarkräften für einen Hungerlohn unterrichtet. Bei einer vollen Beschäftigung (25 Unterrichtsstunden pro Woche) bleibt netto kaum mehr als der Hartz IV-Satz übrig. Die `Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft´ hat in ihrem Bericht über das Treffen (S. 23) ausgerechnet, dass uns netto 6,75 € pro Stunde oder 700 € bis 800 € im Monat bleiben.

Wer bezahlt wie viel für was?

Heute werden DaZ-Lehrkräfte kaum noch fest eingestellt. Die Kursträger arbeiten fast nur noch mit Freiberuflern, die sich zu 100% selbst sozialversichern müssen. Eine durchschnittlich verdienende Lehrkraft (18 €) zahlt 3,60 € in die Rentenkasse und 3,60 € in die Krankenkasse ein. Dann kommen noch 10% Steuern dazu, damit bleiben 9,72 € übrig. Während der Ferienzeiten schließen viele Kursträger, in dieser Zeit verdient die Lehrkraft nichts. So kommt, über das Jahr gerechnet, ein monatlicher Durchschnittsverdienst von 700 € bis 800 € heraus. Den Rest können sich die DozentInnen dann beim Job-Center holen!

Das Problem der prekären Bezahlung ist der Politik seit Jahren bekannt. Es ist durch wissenschaftliche Studien wie das Ramboll-Kurzgutachten und die Dobischat-Studie hinlänglich erforscht. Fast alle Beteiligten sind der Meinung, dass es so nicht weitergehen kann.

Der Staat pocht jedoch darauf, dass er für uns nicht zuständig sei, weil wir  Freiberufler sind.

Das DaZ-Netzwerk ist jedoch der Ansicht,  dass der Staat (Innenministerium) zuständig ist, weil er mit den 2,35 € pro TeilnehmerIn/Stunde, die die Träger bekommen, unzureichende finanhzielle Rahmenbedingung für unsere Bezahlung und gleichzeitig eine ordentliche Durchführung der Kurse setzt.

Was ist das Ziel unserer Arbeit?

Zunächst wollen wir der Vereinzelung der Kolleginnen und Kollegen entgegenwirken und uns so weit wie möglich vernetzen. Weiterhin möchten wir eine große Öffentlichkeit herstellen, um auf das Problem aufmerksam zu machen. Wir haben uns mit den Gewerkschaften zusammengesetzt und schreiben PolitikerInnen an, um die Standpunkte zu klären und eine Übersicht über unsere Möglichkeiten zu bekommen. Außerdem sammeln wir Presseberichte über unsere prekäre Bezahlung.

Wie arbeiten wir?

Wir treffen uns regelmäßig in Städtegruppen, hauptsächlich in Dortmund, Essen, Düsseldorf und Köln. Mitmachen ist ziemlich einfach: wer Interesse hat kommt einfach zu einem der Treffen, die unter dem Menüpunkt "Veranstaltungen" bekannt gegeben werden. Seit Neuestem haben wir auch ein Diskussionsforum eingerichtet, wo munter diskutiert werden soll.

Das Netzwerk besteht ausschließlich aus ehrenamtlichen MitarbeiterInnen. Es gibt keine Mitgliedschaft und keine Beiträge. Wer aktiv werden will findet hier eine gute Anlaufstelle.

Wenn Ihr in den E-Mail-Verteiler aufgenommen werden wollt, schickt uns bitte eine Mail, möglichst mit Angabe der Stadt. 

Falls Ihr andere Interessierte über das Netzwerk informieren wollt, könnt ihr hier einen Flyer oder eine ausführlichere Beschreibung ausdrucken.

Hinweise auf andere Gruppen und Foren:

Einige KollegInnen arbeiten eng mit der Aktion Butterbrot zusammen, einer anderen Interessenvertretung der HonorardozentInnen für Deutsch als Fremdsprache. Hier ist die Newsgroup der Aktion Butterbrot.

Wir unterstützen auch die KollegInnen der Volkshochschulen Berlin, die immerhin schon einen bezahlten Urlaub erstritten haben. Sie sind auf der Seite http://www.vhs-tarifvertrag.de zu finden.

Außerdem gibt es noch die Arbeitsgemeinschaft Dozentenvertretungen bayerischer Volkshochschulen.

Andere DaF/DaZ-Foren sind z.B. das Forum Deutsch als Fremdsprache und das DAF-Portal, sowie die Gruppe "Praktischer Erfahrungsaustausch zwischen DaZ / DaF-Dozenten" beim Netzwerk Xing. 

 

Über Rückmeldungen, Kritik, Anregungen, Meinungen freuen wir uns.